22.11.2011 von Sven Ste­phan

Mehr Krea­ti­vi­tät im Per­so­nal­ge­spräch?

Wie gut kon­tern Sie im Be­wer­bungs­ge­spräch?


1.) Der Per­so­na­ler fragt: "Warum möch­ten Sie sich be­ruf­lich ve­r­än­dern?" 
Wel­che Ant­wort er­war­tet er?

Sie­he ZEIT-Test oder sei ein­fach krea­tiv wie ich:


Ich fin­de s aus­ge­spro­chen in­ter­es­sant von Ih­nen, dass Sie mir gleich zu Be­ginn die­se span­nen­de Fra­ge stel­len be­züg­lich mei­nes Wun­sches und mei­ner in­ne­ren Mo­ti­va­ti­on, mich be­ruf­lich ve­r­än­dern zu wol­len. Das zeigt mir vor al­lem, dass Sie ei­ne ge­wis­se Ant­wort von mir er­war­ten auf die ich be­reits, dank mei­nes Coa­ches, aus­ge­spro­chen gut vor­be­rei­tet bin. Ich wür­de uns bei­den je­doch ger­ne er­spa­ren, ei­ne Ant­wort vor­zu­tra­gen, die wir bei­de längst als die ein­zig rich­ti­ge er­kannt ha­ben. Hät­ten Sie da­her vi­el­leicht gleich ei­ne an­de­re Fra­ge an mich?

2.) Der Per­so­na­ler fragt: "Es ist ja ein of­fe­nes Ge­heim­nis in der Bran­che, dass Ihr jet­zi­ger Ar­beit­ge­ber wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten hat. Wol­len Sie des­halb wech­seln?"Was soll die­se Fra­ge be­wir­ken und was ist die ge­schick­te Ant­wort?

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Hut ab. Ich bin sehr be­ein­druckt und se­he, dass ich es heu­te end­lich ein­mal mit ei­nem aus­ge­spro­chen kom­pe­ten­ten Ge­spräch­s­part­ner zu tun ha­be, der weit über den Tel­l­er­rand sei­nes ei­ge­nen Un­ter­neh­mens hin­aus­schaut und sich bes­ser in­for­miert zeigt, als so man­cher Per­so­nal­chef, dem man heut­zu­ta­ge be­geg­net. Ih­re Bran­chen­kennt­nis­se sind in der Tat be­ein­dru­ckend und ich ha­be gro­ßes Ver­ständ­nis da­für, dass Sie die Chan­ce nut­zen und mein rhe­to­ri­sches Ge­schick nut­zen, Ih­nen Schei­ße für Gold zu ver­kau­fen, oh­ne dass es übel riecht oder zu viel glänzt. Wie auch im­mer. Wä­re es nicht sch­reck­lich grau­sam, ich wür­de mich al­lein aus rein ober­fläch­lich ma­te­ri­el­len Grün­den be­ruf­lich ve­r­än­dern wol­len? Wie soll­te ich je­mals wie­der in den Spie­gel schau­en kön­nen, soll­te al­lein dies nie­de­re Mo­tiv für mei­nen Wech­sel ver­ant­wort­lich sein: aus­ge­rech­net in ein Un­ter­neh­men wie Ih­res, das nach jüngs­ten In­for­ma­tio­nen der „Fi­nan­cial Ti­mes“ und des „Han­dels­blat­t“ in den nächs­ten Jah­ren vor ähn­li­chen Her­aus­for­de­rung steht? Aber ich bin mir si­cher, dass so ei­ne er­fah­re­ner Pe­ro­nal-Ma­na­ger wie Sie die Si­tua­ti­on längst rich­tig ein­ge­schätzt hat und weiß, dass ein Mann wie ich in die­sem Fal­le aus­rei­chend Er­fah­rung mit­bringt und sich früh ge­nug, um ei­nen neu­en Job  küm­mert be­vor er mit Ih­nen über läs­t­i­ge Ab­fin­dun­gen und kost­spie­li­ge Out­pla­ce­ment-Maß­nah­men un­ter­hal­ten muss. Al­so - von mir aus könn­ten wir uns ger­ne der nächs­ten Fra­ge wid­men. Nur Mut.


3.)"Aus Ih­rem Le­bens­lauf geht her­vor, dass Sie nach dem Stu­di­um ei­ni­ge Mo­na­te ge­reist sind, ehe Sie ins Be­rufs­le­ben ein­ge­t­re­ten sind. Ha­ben Sie den di­rek­ten Ein­s­tieg nicht ge­schafft?" Wie ant­wor­ten Sie ge­schickt?


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Auch das ist ei­ne span­nen­de Fra­ge zu ei­nem be­lang­lo­sen Er­eig­nis in mei­nem Le­ben, an das ich im Grun­de nie wir­k­lich ei­nen tief­grün­di­gen Ge­dan­ken ver­schwen­det ha­be. Bis zu dem Zeit­punkt, an dem mich mein Coach zum ers­ten Mal dar­auf an­sprach und mir gleich­zei­tig ei­ne ge­winn­brin­gen­de Ant­wort vor­schlug. Um uns bei­de nicht mit dem Fa­ke zu lang­wei­len, wür­de ich viel lie­ber er­zäh­len, was in der Tat da­mals pas­siert ist, auch auf die Ge­fahr hin, leich­te Neid­ge­fühl zu we­cken. Wo­bei ich mir si­cher bin, dass ei­nem Mann Ih­res For­ma­tes ein der­art klein­bür­ger­li­ches Ver­hal­ten eher fremd ist. Al­so - es war näm­lich so, dass ich zu die­ser Zeit mit ei­ner ex­t­rem ver­mö­gen­den, gleich­sam hoch ge­bil­de­ten wie ex­t­rem ero­ti­schen, na ja, sa­gen wir ru­hig lüs­ter­nen Pro­fes­so­rin mei­ner Uni­ver­si­tät li­iert war, die mich nach Ab­schluss mei­nes Stu­di­ums auf ei­ne ge­mein­sa­me Welt­rei­se ein­lud. So be­gab ich mich in die­ses äu­ßerst sinn­li­che Abenteu­er und ent­deck­te be­reits in jun­gen Jah­ren die Welt an der Sei­te ei­ner äu­ßerst at­trak­ti­ven, in­tel­lek­tu­el­len Lust­wand­le­rin auf ei­ne recht inti­me Art und Wei­se, die ich in dem leicht porno­rös-dra­ma­ti­schen Best­sel­ler „Die fick­tie­fe Rei­se des Herrn S. ein­mal um ih­re Wel­t“ be­schrieb und nach mei­ner Rück­ker so­fort ver­öf­f­ent­lich­te. Der Er­folg die­ses Bu­ches mach­te mich qua­si über Nacht zu ei­nem rei­chen Mann und führ­te da­zu, dass ich täg­lich von jun­gen und äl­te­ren Da­men zu Rei­sen ein­ge­la­den wur­de, die ich auch hin und wie­der an­nahm. Wor­auf ich ein zwei­tes Buch schrieb mit dem Ti­tel „Ein Mann steht sei­nen We­g“. Un­ter­ti­tel: „Ein lust­vol­ler Rei­se­füh­rer durch die Ho­tel-Bet­ten die­ser Welt.“ Mein li­tera­ri­scher Er­folg führ­te da­zu, dass ich inn­er­halb von we­ni­gen Mo­na­ten be­reits völ­lig aus­ge­sorgt hat­te, oh­ne dass ich auch nur ein ein­zi­ges Mal ei­ne Fra­ge ei­nes Per­so­nal-Chefs be­ant­wor­tet hat­te. Das war mir un­heim­lich und mir war längst klar, dass mir die­se Er­fah­rung - wie auch die Er­fah­rung  ei­ner lohn­ab­hän­gi­gen Tä­tig­keit - spä­ter ein­mal feh­len wür­de.  So ent­sch­loss ich mich spon­tan, mein ge­sam­tes Geld an den an­ony­men Ve­r­ein „Reich we­gen Ar­mu­t“ zu spen­den und noch ein­mal ganz neu an­zu­fan­gen....kur­ze Zwi­schen-Fra­ge. Ha­ben Sie noch Zeit? Die Ge­schich­te ist gleich er­zählt...al­so auf je­den Fall wur­de durch die­ses Spen­de, völ­lig irr­wit­zig wenn man über­legt, ei­ne an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Wi­der­stands­grup­pe auf mich auf­merk­sam, die mich ei­nes Abends aus mei­ner Lie­b­lings­kn­ei­pe im Frank­fur­ter Nor­dend ent­führ­te und nach Pe­king ver­frach­te­te...mehr da­zu kön­nen Sie in mei­nem Buch „Hin­ter der Kn­ei­pen­tür geht´s wei­ter - oder mein Roll­schop­pen nach Pe­king.“ le­sen. Ein ech­ter Flop im üb­ri­gen. Auf je­den Fall wur­de ich dort von ei­nem kom­mu­nis­ti­schen Ober-Ma­cker freund­lichst emp­fan­gen, der mich als Spi­on an­wer­ben woll­te. Ich stimm­te zu - was soll­te ich so fern der Hei­mat auch an­de­res tun - und mel­de­te dies bei mei­ner Rück­kehr so­fort dem deut­schen Ge­heim­di­enst, der mich dann zum Dop­pe­la­gen­ten aus­bil­de­te. Inn­er­halb der nächs­ten 3 Mo­na­te ge­lang es mir sch­ließ­lich an In­for­ma­tio­nen her­an­zu­kom­men, die es dem Wes­ten er­mög­lich­ten, ma­kro­ö­ko­no­mi­sche, po­li­ti­sche und mi­li­täri­sche St­ra­te­gi­en aus­zu­ar­bei­ten, von de­nen Eu­ro­pa und die west­li­che Al­lianz noch in den nächs­ten 100 Jah­ren pro­fi­tie­ren wer­den. Aus Dank­bar­keit über ei­nen der­ar­ti­gen Er­folg wur­de ich so­g­leich auch wie­der aus dem Di­enst ent­las­sen und durf­te end­lich das tun, was ich schon im­mer ma­chen woll­te. Be­wer­bun­gen sch­rei­ben und mich auf Ein­la­dun­gen wie die­se freu­en...ach ja...selbst­ver­ständ­lich wur­de mir über die­se Zeit we­der von den rei­se­f­reu­di­gen Da­men noch von den Her­ren Agen­ten ein Zeug­nis aus­ge­reicht...aber was soll´s. Das hät­te sie ja eh nicht in­ter­es­siert. Nächs­te Fra­ge!

4.)"Wenn Sie nicht Ih­re Kar­rie­re ver­fol­gen wür­den – wel­chen al­ter­na­ti­ven Le­bens­plan könn­ten Sie sich vor­s­tel­len?" Mit wel­cher Ant­wort ver­kau­fen Sie sich am bes­ten?

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Ja - die­se Fra­ge zeugt von ei­ner um­fas­sen­den Weit­sicht und der fas­zi­nie­ren­den Viel­sei­tig­keit ei­nes fle­xi­b­len Geis­tes. Und - ja,ja, sie ist auch ein net­ter Ver­such, mich von mei­nem fes­ten Wil­len ab­zu­brin­gen, nur das zu tun was ich wir­k­lich lie­be und wo­für ich mich seit Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich und mit viel Freu­de ein­set­ze. Ei­nen Be­ruf aus­zu­ü­ben, den ich lie­be, weil er es mir un­ter an­de­rem er­mög­licht, der­art in­ter­es­san­te Ge­spräche mit aus­ge­spro­chen sou­ve­rä­nen und  in­tel­li­gen­ten Men­schen wie Ih­nen zu füh­ren. Da­von kann und will ich ein­fach nicht ge­nug be­kom­men. Auch wenn Sie mich in die Ir­re füh­ren wol­len. Gu­ter Ver­such. Die nächs­te Fra­ge bit­te.

5.) "Mit wel­chen Wor­ten wür­de Ihr Le­ben­s­part­ner Ih­re größ­te Schwäche be­sch­rei­ben?" Wie rea­gie­ren Sie auf ei­ne so per­sön­li­che Fra­ge?


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Ach wie char­mant von Ih­nen, dass Sie auch an mei­ne Frau den­ken und es Ih­nen durch­aus be­wusst ist, dass selbst Men­schen wie Sie und ih­re Schwächen ha­ben. Und, ver­zei­hen Sie mir die­se Of­fen­heit, mir ist so­fort auf­ge­fal­len, dass Sie da ei­ne ganz be­son­de­re Art und Wei­se ha­ben mit um­zu­ge­hen. Men­sch­lich, of­fen, part­ner­schaft­lich, mit dem Her­zen am rech­ten Fleck und im­mer auch ein we­nig hu­mor­voll. Ja - ich se­he es Ih­nen an. Sie wer­den dar­über herz­lich la­chen, wenn ich Ih­nen ein­ge­ste­he, dass mei­ne Frau es als mei­ne größ­te Schwäche an­sieht, dass ich so ein lie­be­vol­ler, en­ga­gier­ter und sen­si­b­ler  Zeit­ge­nos­se bin, der im­mer ex­zel­lent mit Kri­tik um­ge­hen kann, stets auch die In­ter­es­sen an­de­rer in sei­ne Ent­schei­dung mit ein­be­zieht, so­gar dann, wenn er sie im In­ter­es­se ei­nes un­ter­neh­me­ri­schen Er­fol­ges ein­mal nicht be­rück­sich­ti­gen kann. Wo­bei mir ge­ra­de auch in sol­chen Si­tua­tio­nen mein di­p­lo­ma­ti­sches Ge­schick, mei­ne Of­fen­heit, gro­ße To­le­ranz und Glaub­wür­dig­keit so­wie mein christ­lich ge­präg­tes Men­schen­bild im­mer sehr zur Hil­fe ei­len. Ei­ne Schwäche - ja! Mit an­de­ren Wor­ten, ich bit­te um Ver­zei­hung für die nach­fol­gen­de Di­rekt­heit, wünscht sich mei­ne Frau sein­fach öf­ter mal das „Schwein in mir“. Zu­ge­ge­ben. Sehr ba­nal. Aber ich ha­be mir an­ge­wöhnt, die­se Kri­tik ernst zu neh­men und ge­be auch dies­be­züg­lich, wie es nun­mal mei­ne Art ist, mehr als nur mein Bes­tes.

6.) "Was un­ter­schei­det Sie denn von an­de­ren Be­wer­bern?" – Was fällt Ih­nen da­zu ein?

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Kom­p­li­ment. Nie hät­te ich auch im Ge­rings­ten an­neh­men kön­nen, dass Sie mich zu ei­nem der­art in­ter­es­san­ten Dis­kurs über das „Ich im Sein und im Bei-Sein ei­nes an­de­ren Ichs und sei­ner kom­plex ver­netz­ten Po­ten­tia­le“ ein­la­den wür­den. Sie ha­ben voll­kom­men Recht, dass wir uns auch bei Be­wer­bungs­ge­sprächen im­mer fra­gen müs­sen, wie pas­sen die phi­lo­so­phi­schen, psy­cho­lo­gi­schen und neu­ro­bio­lo­gi­schen Er­kennt­nis­se über das ei­ge­ne Be­wusst­sein und je­nes der an­de­ren ei­gent­lich zu­sam­men. Wo ste­he ich? Wo steh der an­de­re? Steht sich je­mand im We­ge oder steht je­mand mir im We­ge? Er­gän­zen wir uns im An­ders­sein? Gibt es über­haupt ei­ne Ich-Prä­fe­renz und wenn ja wie sieht die­se in dem von Ih­nen ge­nann­ten Fal­le aus?  Wo liegt die Be­ur­tei­lung ei­ner sol­chen Fra­ge im Kon­text von Ma­te­ria­lis­mus, Idea­lis­mus, mo­der­ner Hirn­for­schung und dump­fer Tor­heit. Und weil ich weiß, dass es Sie nach ei­ner Ant­wort dürs­tet, sa­ge ich es Ih­nen mit den Wor­ten ei­nes mit mir be­f­reun­de­ten ti­be­ta­ni­schen Mön­ches - „Dein Un­ter­schied liegt auf je­den fall nicht im Au­ge des Be­trach­ters, der nach den rich­ti­gen Ant­wor­ten in den rich­ti­gen Fra­gen sucht, an­statt das Le­ben mit dem Her­zen zu se­hen.“ Wol­len Sie ein Ta­schen­tuch? Ach, was ein sc­hö­nes Ge­spräch. Ma­chen Sie bit­te wei­ter.

7.) "Kön­nen Sie gut mit Kri­tik um­ge­hen? Be­sch­rei­ben Sie doch mal ei­ne Si­tua­ti­on, in der Sie kri­ti­siert wur­den."

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Kürz­lich wur­de ich erst wie­der von mei­nem Ar­beit­ge­ber kri­ti­siert. Er mein­te ich wür­de ein­fach zu viel ar­bei­ten und zu we­nig an mei­ne Fa­mi­lie und an mich selbst den­ken. Ich soll­te auch nicht im­mer für zwei ar­bei­ten und ru­hig mal ei­ne Ge­halts­er­höh­ung for­dern. Es wä­re ein­fach nicht gut, im­mer  nur ein Vor­bild zu sein, wenn man da­für nicht auch mehr von sei­nem Chef ver­langt und sich auch mehr im Bu­si­ness an Frei­hei­ten her­aus­nimmt. Ich ha­be die­se Kri­tik dank­bar auf­ge­nom­men und ha­be mei­ne frei­wil­lig ge­leis­te­ten Über­stun­den mitt­ler­wei­le von 15 Stun­den in der Wo­che auf 14 re­du­ziert und mir neu­lich er­laubt am Kaf­fee­au­to­ma­ten ein paar Se­kun­den län­ger zu ver­wei­len als not­wen­dig. Ich se­he es Ih­nen an - Sie hal­ten dies für et­was be­f­remd­lich. Aber das kommt nun mal da­bei her­aus, wenn man sol­che Fra­gen stellt. 

8.) „Be­wer­ten Sie sich selbst auf ei­ner Ska­la von eins bis zehn."

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Ich ge­be Ih­nen voll­kom­men Recht, dass man sich bei­zei­ten über sei­nen ei­ge­nen Stand­punkt im Un­ter­neh­men Ge­dan­ken ma­chen soll­te und wür­de mir da­her glatt die 10 Punk­te ge­ben, die zur Ver­fü­gung ste­hen und na­tür­lich die Ska­la auf 15 er­wei­tern für so klu­ge und be­son­ders ge­witz­te Men­schen wie Sie, de­nen ich wahr­schein­lich nie das Was­ser rei­chen kann. Ent­schul­di­gen Sie. Hät­ten Sie vi­el­leicht zu­fäl­lig ein Was­ser...und vi­el­leicht auch ei­ne Kotz­tü­te zur Hand?

9.) "Wo se­hen Sie sich in zehn Jah­ren?"

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Dan­ke, dass Sie mir die Mög­lich­keit ge­ben, auch da­zu Stel­lung zu neh­men. Vor al­lem zu mei­nen Vi­sio­nen und An­sprüchen an mei­ne Kar­rie­re. Owohl ich die­sen üb­len Druck in der Ma­gen­gru­be spü­re, ein paar kur­ze Wor­te auch da­zu. Ich se­he mich in knapp 10 Jah­ren als Prä­si­dent ei­ner Welt­re­gie­rung, der mit au­ßer­ir­di­schen Be­su­chern (die sich im üb­ri­gen als bise­xu­el­le, mul­ti­re­li­giö­se Ka­s­per­le-Fi­gu­ren of­fen­ba­ren) über den Ein­tritt der Er­de als gleich­be­rech­tig­tes Mit­g­lied in der Pi-Ga­lak­ti­schen-Zo­ne ver­han­delt und für die uni­ver­sel­le Ein­füh­rung der Wäh­rung „Luna“ kämpft und nicht et­wa für den „Est­rel­la“, den die Süd-Er­de fa­vo­ri­siert. Das klingt na­tür­lich ver­we­gen. Ich weiß. Aber ich fin­de man soll­te sich im Le­ben Zie­le set­zen. Was hal­ten Sie da­von, wenn ich Sie an mei­ner Sei­te zum ers­ten „Au­ßen­mi­nis­ter der Er­den-Ge­mein­schaf­t“ ma­che. Ich den­ke, ein Mann wie Sie, der Tag ein Tag aus so viel Bulls­hit hört, wä­re per­fekt für die­sen Job. 

10.) "Ha­ben Sie noch Fra­gen an uns?"

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Ei­ne? Sie ma­chen Scher­ze. Ich könn­te Ih­nen bis mor­gen früh Fra­gen stel­len. Bis­lang wa­ren ja nur Sie am Zug.  Aber ich se­he Sie sind et­was mü­de ge­wor­den, un­kon­zen­triert und das Ge­spräch hat Sie of­fen­sicht­lich an­ge­st­rengt.  Neh­men Sie sich ei­ne Aus­zeit. Wir kön­ne uns ger­ne zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt wei­ter un­ter­hal­ten. Aber....nun ja...vi­el­leicht hät­te ich doch noch ei­ne kur­ze Fra­ge an Sie. Was mein Sie? „Sind sie au­ßer Ge­fahr?“ 

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