06.05.2012 von Sven Ste­phan

Eu­ro­pa? Spa­ren? Al­ters-Sex oh­ne Via­g­ra? Geht doch al­les nicht!



Tol­ler "faz" Link. Ge­fällt mir wir­k­lich sehr.
Und der Aus­gang der Wah­len gibt mir end­lich Recht. „Spa­re, spa­re Häus­le baue?“ Nicht doch.Wie spie­ßig. Es geht um Eu­ro­pa. Da muss man grö­ß­er den­ken. „Zo­cke, zo­cke, Zu­kunft ver­bau­e“. Aber ich bin ja kein Volks­wirt, nur Be­triebs­wirt, und von der gro­ßen Po­li­tik hab ich ge­ra­de mal nur so viel Ah­nung, dass ich weiß - die­se Koh­le kann ich auch zum Fens­ter raus­sch­mei­ßen. So­gar bes­ser!

Wie auch im­mer. Eu­ro­pa glaubt nicht mehr ans Spa­ren. End­lich. Mei­ne De­vi­se! Hab ich noch nie ge­tan. Die Dis­kus­si­on über ein be­din­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men in Deut­sch­land ist so­wie­so schwer von ges­tern. Die Zu­kunft lau­tet - Wir brau­chen ein großz­ü­g­i­ges Grund­ein­kom­men für al­le Eu­ro­päer. Nicht et­wa be­din­gungs­los, son­dern mit ei­ner kla­ren Be­din­gung. 80% da­von müs­sen di­rekt in den Kon­sum flie­ßen. Wie soll das ge­hen? Ganz ein­fach - das wird na­tür­lich al­les kon­trol­liert. Klappt ja auch bei Hartz IV. Am bes­ten von Eu­ro­pa-Kon­trol­leu­ren, die da­für zu­sätz­lich noch ganz viel Geld be­kom­men. Am bes­ten kon­trol­lie­ren dann deut­sche Kon­trol­leu­re die spa­ni­schen Kon­su­men­ten und Fr­an­zo­sen die Po­len und die Ita­lie­ner die Por­tu­gie­sen usw...Haupt­sa­che es muss ganz viel ge­f­lo­gen und lan­ge ge­reist wer­den. Das al­les läuft na­tür­lich über großz­ü­g­i­ge Spe­sen da­mit die Städ­te und Kom­mu­nen auch was da­von ha­ben.

Die Höhe des eu­ro­päi­schen Grund­ein­kom­mens soll­te auch mög­lichst maß­los sein. Jetzt nur nicht kle­ckern und an der fal­schen Ecke spa­ren. Es kommt ja eh nicht mehr dar­auf an, wer am En­de die Ze­che be­zahlt. Das wis­sen wir doch schon. Wir sind es nicht. Und falls doch, so soll­ten wir es we­nigs­tens noch­mal rich­tig Kra­chen las­sen.

Se­hen wir es doch mal so. Was hät­ten wohl die Pas­sa­gie­re auf der Ti­ta­nic bei ih­rem letz­ten Din­ner ge­sagt und ge­dacht, hät­te man ih­nen zu­vor ge­sagt: „Hey Leu­te, das ist eu­er letz­tes Abend­mahl, in nur we­ni­gen Stun­den sauft ihr al­le ab?“ Hät­ten sie an Spei­sen und Ge­trän­k­en vi­el­leicht ge­spart und über die letz­te Fuß­wa­schung nach­ge­dacht? Hät­te man wei­ter­hin gepf­leg­te Kon­ver­sa­ti­on be­trie­ben und sich mit Sta­te­ments wie mit die­sen ge­gen­sei­tig ge­lang­weilt: „Man muss ja auf die Li­nie ach­ten und soll­te abends nicht mehr so viel Ka­lo­ri­en son­dern lie­ber Protei­ne zu sich neh­men“. Wer´s glaubt soll auf der Stellt se­lig ge­spro­chen wer­den und kann sich ja gleich mal den Kopf und die Fü­ße wa­schen las­sen. Nein! Die Pas­sa­gie­re hät­ten wohl eher gleich die Vor­rats­kam­mer ge­plün­dert und der Chef-Bar­kee­per hät­te vi­el­leicht als ers­ter Mensch auf Er­den die neue Mar­ke­ting-Idee „All in­clu­si­ve“ ge­habt und „Drink now. Pay ne­ver“ pro­pa­giert.

Gut. Zu­rück zum Grund­ein­kom­men - 10.000 Eu­ro im Mo­nat? Ok oder? Oder doch et­was mehr? Steu­er­f­rei na­tür­lich. Für je­den Bür­ger Eu­ro­pas! Noch in die­sem Jahr. Am bes­ten gleich ab mor­gen. Gleich­zei­tig wird ei­ne eu­ro­pa­wei­te Mo­der­ni­sie­rung von Kin­der­gär­ten, Schu­len, Kran­ken­häu­s­ern und - ganz wich­tig - al­len Al­ters­hei­men in­i­ti­iert.

In je­dem Kin­der­gar­ten und in je­der Schu­le soll­ten auf ein Kind und auf ei­nen Schü­ler je ein Er­zie­her und Leh­rer kom­men und in je­dem Al­ters­heim soll­ten min­des­tens vier Pf­le­ge­kräf­te für ei­nen Pf­le­ge­be­dürf­ti­gen zur Ver­fü­gung ste­hen. Wer Kin­der­gärt­ner, Leh­rer oder Pf­le­ge­kraft wer­den möch­te, der er­hält zu­sätz­lich noch mal ei­ne An­reiz­prä­mie von 4.000 Eu­ro im Mo­nat. Wer das be­zah­len soll? Die Grie­chen na­tür­lich. Späß­le ge­macht!!! Die Mi­i­lio­nä­re vi­el­leicht? Jetzt mal lo­cker blei­ben. Die­ser ewi­ge Klas­sen­krampf bringt uns doch nicht wei­ter. Warum soll man auch im­mer al­les so ne­ga­tiv se­hen?

Na­tür­lich zahlt...tätärä­täää..“Nie­mand!“ Wir lö­sen das eher cle­ver. Oder smart. Denn auch Mil­lio­nä­re sind nur Men­schen, die ei­nen An­reiz bau­chen.

Des­halb mei­ne For­de­rung - Mil­lio­nä­re er­hal­ten völ­lig kos­ten­los die vie­len frei­ste­hen­den Im­mo­bi­li­en und Bau­rui­nen in Eu­ro­pa, mit ei­ner ein­zi­gen Be­din­gung: sSe müs­sen die­se in den nächs­ten 5 Jah­ren fer­tig bau­en, hübsch ma­chen und kom­p­lett ein­rich­ten. Kon­sum. Kon­sum. Kon­sum. Völ­lig egal ob es ge­nü­gend Men­schen gibt, die die­se dann spä­ter kau­fen oder mie­ten oder auch nicht. Den völ­lig egal war es ja vor­her auch und so wird halt we­nigs­tens noch ein we­nig die Wirt­schaft ge­för­dert.

Das ma­chen die doch nie? Die brau­chen Si­cher­hei­ten. Die krie­gen sie. Denn wir schaf­fen na­tür­lich ei­ne Art KfW, nen­nen wir sie mal Kf­Wi.E. (i.E. steht für „in Eu­ro­pa“). Nur noch bes­ser. Denn Mil­lio­nä­re be­kom­men pro 1 Mil­lio­nen Eu­ro 5 Mil­lio­nen Eu­ro zur Ka­pi­tal­si­che­rung be­din­gungs­los ge­schenkt so­lan­ge sie nur die oben ge­nann­ten Ge­schen­ke an­neh­men. Cool - oder?

All das ist erst der An­fang. Ich ha­be da noch viel mehr tol­le Ide­en und hof­fe nur, dass nie wie­der, in kei­nem Bun­des­land und in kei­nem eu­ro­päi­schen Na­tio­nal­staat die­se klein­ka­rier­ten Pfen­nig-Fuch­ser an die Macht kom­men. Von we­gen „Geiz ist Geil“. Lasst uns ein für al­le­mal fol­gen­des Grund­recht in die eu­ro­päi­sche Ver­fas­sung sch­rei­ben. “Je­der Eu­ro­päer hat ein un­ve­r­äus­ser­li­ches Recht auf Par­ty“. Mir ist na­tür­lich klar, dass das al­les nicht über Nacht um­zu­set­zen ist. Da­her soll­ten ab mor­gen, zur Über­brü­ckung, al­le Ban­ken zins­lo­se Kre­di­te an je­den Bür­ger aus­zah­len, der die­se ein­for­dert.

Von mir aus kön­nen auch die Com­merz­bank oder die Uni­c­re­di­to den Job al­lei­ne über­neh­men. Ach kommt, Leu­te, Ver­ges­sen wir doch auch gleich das sinn­lo­se Wört­chen „Kreee­e­dit“. Frei­geld für al­le! Die Tre­so­re wer­den ge­flu­tet. „Co­me in and ta­ke ou­t“ oder so ähn­lich. Ich mei­ne, bei den Schul­den der Ban­ken kommt es auf die paar Pea­nuts mehr oder we­ni­ger auch nicht mehr an. Oder?

Eu­ro­pa, Schles­wig Hol­stein und Grie­chen­land - gut ge­macht. Und ich sag jetzt  mal: „Mein lie­bes Eu­ro­pa - gu­te Nacht!“

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