09.01.2013 von Sven Ste­phan

Erd­be­ben­ge­fahr in Ber­lin. BER - Flug­ha­fen kurz vor sei­ner Um­be­nen­nung.

Mir nicht vor­lie­gen­de Ge­hei­m­un­ter­la­gen, die aus der Fe­der in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ter Seis­mo­lo­gen stam­men, be­wei­sen den dra­ma­ti­schen Ernst der La­ge. Meh­re­re star­ke Erd­be­ben rund um Ber­lin be­un­ru­hi­gen die Erd­be­ben­for­scher seit ei­ni­gen Ta­gen bun­des- und so­gar welt­weit.

Das Epi­zen­trum des Be­bens soll an­geb­lich am Ber­li­ner Wald­fried­hof Zeh­len­dorf lie­gen, di­rekt un­ter dem Gr­ab­stein von Wil­ly Brandt. Es wird ver­mu­tet, dass sich der Na­menspa­te für den Ber­li­ner Flug­ha­fen ak­tu­ell so oft im Gr­ab um­ge­dreht hat, dass es zu ei­ner bis da­to nicht be­kann­ten dra­ma­ti­schen Ver­wer­fung kam.

Be­o­b­ach­ter rech­nen in den nächs­ten Mo­na­ten mit wei­te­ren Nach­be­ben und emp­feh­len aus Si­cher­heits­grün­den ei­ne ra­sche und lang­fris­ti­ge Um­be­nen­nung des Flug­ha­fens. Am sinn­volls­ten sei es, ei­nen Na­menspa­ten aus­zu­wäh­len, der noch un­ter den Le­ben­den ver­wei­le und sich ei­ner of­fen­sicht­lich gu­ten Ge­sund­heit und ho­hen Le­ben­s­er­war­tung er­f­reue, wie z.B. Ex-Bun­des­kanz­ler Hel­mut Sch­midt oder al­ter­na­tiv Jo­han­nes Hees­ters, des­sen plötz­li­cher Tod, wie In­s­i­der längst wis­sen, le­dig­lich ei­ne Ins­ze­nie­rung sei­nes Ma­na­ge­ments war um den Ver­kauf sei­ner CDs und ei­ner Kla­vier­mar­ke na­mens „Pop­pi“ an­zu­kur­beln.

An­hän­ger ei­nes wel­t­of­fe­ne­ren Ber­lins hal­ten je­doch da­ge­gen, dass der Flug­ha­fen dann aber auch gleich „El­vis Pres­ley Flug­ha­fen“ oder „Mi­cha­el Jack­son Flug­ha­fen“ hei­ßen kön­ne. Selbst in dem Fal­le, das de­ren Tod doch kein Fa­ke sei, so wür­de doch kei­ne wei­te­re Erd­be­ben­ge­fahr für die Ber­li­ner Be­völ­ke­rung von ih­nen aus­ge­hen.

Aus be­s­t­in­for­mier­ten Krei­sen wur­de mir je­doch so­e­ben zu­ge­tra­gen, dass sich be­reits ei­ne durch­aus zy­ni­sche Mehr­heit im Ber­li­ner Se­nat da­für aus­ge­spro­chen ha­be, dem Auf­sichts­rat der Ber­li­ner Flug­hä­fen fol­gen­den Na­men zur Um­be­nen­nung des Ber­li­ner Flug­ha­fens na­he­zu­le­gen; und zwar in „Mi­cha­el En­de Flug­ha­fen“.

Der Haupt­grund für die­se Ent­schei­dung sei na­tür­lich, dass auch der Groß­teil der Hand­lun­gen an der Ber­li­ner Gross­bau­s­tel­le in ei­ner paral­le­len Welt na­mens „Ph­an­tá­si­en“ spie­le - uns al­len be­kannt durch die be­rühm­te Er­zäh­lung in „Die un­end­li­che Ge­schich­te“. Zu­g­leich pas­se aber auch der Ti­tel die­ser Er­zäh­lung ein­fach wie die Faust aufs Au­ge der vie­len Mär­chen, die dem Steu­er­zah­ler seit Jah­ren be­reits er­zählt wür­den. Zum an­de­ren si­g­na­li­sie­re der Nach­na­me des Au­tors je­doch zu­g­leich durch­aus noch Rest­s­pu­ren von Opti­mis­mus und zei­ge der Welt­öf­f­ent­lich­keit, dass die Deut­schen ne­ben ei­nem ge­wis­sen Form von schwar­zem Hu­mor auch durch­aus noch die Hoff­nung auf ein ver­söhn­li­ches „En­de“ bei dei­sem Pan­nen­pro­jekt ha­be. 

Ein Sp­re­cher des Se­nats, der nicht ge­nannt wer­den möch­te, er­klär­te mir zu­dem, dass die­se Emp­feh­lung erst nach An­hör­ung füh­r­en­de Ok­kul­tis­ten und welt­weit an­er­kann­te Hell­se­her mit aus­ge­zeich­ne­ten Ver­bin­dun­gen ins Jen­seits ge­trof­fen wur­de. Dies ga­ben nach meh­re­ren Sit­zun­gen mit Mi­cha­el En­de sch­ließ­lich grü­nes Licht und mein­ten, dass er sich zu die­sem Vor­ha­ben durch­aus po­si­tiv ge­äu­ßert ha­be und le­dig­lich dar­auf be­ste­he, dass auf den Kotz­tü­ten der Flug­ge­sell­schaft Air Ber­lin die Fo­tos von Bernd Eichin­ger und Wolf­gang Pe­ter­sen ab­ge­bil­det wer­den müss­ten.

Ei­ne durch­aus schwie­ri­ge Be­din­gung, an der die gan­ze Sa­che sch­ließ­lich doch noch schei­tern könn­te. Po­li­ti­ker und Erd­be­ben-Ex­per­ten be­fürch­ten da­her, dass Ber­lin am En­de vi­el­leicht ja sei­nen Wil­ly Brandt Flug­ha­fen ha­ben wer­de - die­ser je­doch zu ei­nem noch höhe­ren nicht kal­ku­lier­ba­ren Preis be­zahlt wer­den müs­se, auf­grund der zu­neh­men­den Erd­be­ben­schä­den an der so­wie­so recht ma­ro­den Bau­sub­stanz der Haupt­stadt.

Ge­rüch­te wo­nach der der­zeit re­gie­ren­de Bür­ger­meis­ter Ber­lins mit ei­nem Knie­fall vor Wil­ly Brandts Ge­denk­stät­te Bu­ße tun und sei­nen ver­s­tor­be­nen Ex-Kol­le­gen um Gna­de an­f­le­hen und die­sen da­mit ein für al­le­mal be­sänf­ti­gen wol­le, schei­nen mir je­doch in der Tat wah­re Hirn­ge­spins­te ver­ant­wor­tuns­lo­ser Jour­na­lis­ten zu sein.




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