17.02.2017 von Sven Ste­phan

Die­se Bier­wer­bung hat mehr als ei­ne Scha­um­kro­ne ver­di­ent

Wer­bung, wie ich Sie ger­ne se­he und auch Ih­nen nur emp­feh­len kann - nicht nur für Bier. https://www.youtu­be.com/watch?v=Sb2O­T4d­Z8ew

Spa­nisch-Kent­nis­se sind na­tür­lich von Vor­teil. Aber ich den­ke, man kann es auch so ver­ste­hen. 

Schau­en wir uns die Bier­wer­bung in Deut­sch­land an, so ist die­se bei­spiel­haft für die meist nur pro­dukt- und ver­triebs­o­ri­en­tier­te Kom­mu­ni­ka­ti­on vie­ler Un­ter­neh­men. Ge­t­reu dem Mot­to „the pro­duct is the he­ro“ wird sich lei­der gänz­lich am Pro­dukt ab­ge­ar­bei­tet. Oft sind der Ver­trieb und das Con­trol­ling in den Un­ter­neh­men da­für ver­ant­wort­lich, die - das muss man ein­fach in al­ler Klah­reit sa­gen - von Mar­ke­ting-Kom­mu­ni­ka­ti­on, ins­be­son­der aber von der Wer­bung sel­ten Ah­nung ha­ben. 

Die­se Bier­wer­bung hier zeigt je­doch wie es, mei­nes Er­ach­tens, deut­lich bes­ser ge­hen kann. Das Pro­dukt wird zum ab­soul­ten Star, fast schon in bes­ter Hol­ly­wood-Ma­nier, weil der Film zum ei­nen ge­nial er­zählt und pro­du­ziert wur­de und von An­fang an ei­ne ge­wis­se Span­nung und Vor­f­reu­de auf­baut – für das ganz gro­ße Fi­na­le.

Man könn­te be­fürch­ten, daß die schau­spie­le­ri­schen Glanz­leis­tun­gen der Akteu­re ei­ne Art Vam­pir-Ef­fekt auf das ei­gent­li­che Pro­dukt ha­ben, aber dem ist nicht so. Das Pro­dukt selbst, am En­de nur kurz prä­sen­tiert wird, wird auf­grund der ex­zel­len­ten Ins­ze­nie­rung ge­ra­de­zu per­fekt dra­ma­ti­siert. 

Mein Kom­men­tar an die Ma­cher war: „Ich mag das Bier nicht - aber die Wer­bung fin­de ich spek­ta­ku­lär. Ge­n­au­so geht´s! Je­des Mal, wenn ich nun am Su­per­markt-Re­gal da­ran vor­beil­au­fe, wer­de ich herr­lich Sch­mun­zeln und wer weiß, vi­el­leicht neh­me ich mir ja so­gar eins mit - nur so aus rei­ner Sym­pa­thie. Ap­plaus!!“ 

Ich selbst ha­be in der Zeit, als ich noch viel TV-Wer­bung ge­macht ha­be, vie­le sol­cher Sto­ries für di­ver­se Pro­duk­te ge­schrie­ben. Die meis­ten lan­de­ten im Pa­pier­korb und der Schub­la­de. Ein paar wur­den von der Ma­fo tot ge­tes­tet und ein paar da­von, die über­leb­ten wur­den so­gar rea­li­siert und eben­falls mit viel Ap­plaus und Zu­spruch der so­ge­nann­ten End­ver­brau­cher (sch­reck­li­ches Wort) hono­riert. 

Ich bin mir si­cher - die­se Art der Wer­bung wird am En­de deut­lich mehr zum Er­folg ei­nes Pro­duk­tes und ei­nes Un­ter­neh­mens bei­tra­gen, als die grau­en­haf­ten Wer­be-Film­chen, bei de­nen die Ka­me­ra nur am Pro­dukt klebt und die Sto­ries noch pri­mi­ti­ver sind, als die re­dak­tio­nel­len Bei­trä­ge auf RTL & Co.

Da­von wün­sche ich mir mehr! Egal von wem. Prost! 

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