06.05.2011 von Sven Ste­phan

Ver­netz­te Ge­dan­ken - Hei­li­ger Bimbam.

Ein Deut­scher spricht ei­nen Po­len se­lig. Wer hät­te das vor kur­zem noch ge­dacht?
Bei dem Se­li­gen han­delt es sich um ei­nen to­ten Wun­der­hei­ler, der ei­ne fran­zö­si­sche Non­ne von ih­rem Par­kin­son-Lei­den er­lös­te.

Klingt nach ei­nem Mär­chen? Aber wer glaubt heu­te schon an Mär­chen?

Wür­de der Wun­der­hei­ler im üb­ri­gen noch le­ben, wä­re er ein Schwind­ler und im bes­ten Fal­le ein Ex­or­zist. Wür­de es sich je­doch um ei­ne Wun­der­hei­le­rin han­deln und wä­re sie nicht tot, dann wä­re sie ein Fall für den Ex­or­zis­ten. To­te Wun­der­hei­le­rin wie­der­um sind uns Sterb­li­chen da­ge­gen bis heu­te nur als He­xen be­kannt.

Das nur mal zu Wun­dern und dem Hei­len und Wun­den, die nicht hei­len.

Aber „Se­lig sind die geis­tig Ar­men“ heisst es sch­liess­lich im Volks­mun­de, meist et­was falsch zi­tiert. Doch es nicht ein Volk, das sei­ne Arm­se­lig­keit der Welt prä­sen­tiert, son­dern nur ein Prä­si­dent ei­nes süda­me­ri­ka­ni­schen Lan­des. Der über­ra­schen­de Tod ei­nes ge­wis­sen Ter­ror-Dä­mons, so ver­kün­det er, sei ein ech­tes Wun­der und zwar das zwei­te des zu­letzt ver­s­tor­be­nen Paps­tes. Und so­mit sei die­ser nun wahr­haf­tig ein ech­ter Hei­li­ger. Ein hei­li­ger Krie­ger - das liegt doch na­he! Herr sch­meiß doch bit­te mehr Hirn vom Him­mel und wir ver­ge­ben un­se­ren...

Das dach­te sich be­stimmt auch der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent und Frie­dens-No­bel-Preis­trä­ger, der in sei­ner Pres­se­kon­fe­renz nichts von ei­nem Wun­der zu be­rich­ten wuss­te, son­dern nur von sei­ner ei­ge­nen jüngs­ten Frie­dens­mis­si­on: die er­folg­rei­che Exe­ku­ti­on ei­nes un­se­li­gen Ter­r­or­chefs. Und nein - die zu­künf­ti­ge Hei­lig­keit hat­te hier of­fi­zi­ell nicht die Flü­gel am Ab­zug.

Un­se­lig, so heisst es in Deut­sch­land, sei da­ge­gen mal wie­der Frau Mer­kels ver­kün­de­tet Glück­se­lig­keit. Ih­re Freu­de über den Tod ei­nes Men­schen sei mo­ra­lisch nicht ganz rich­tig. Man freue sich nicht über so was - auch nicht im Kon­text ge­se­hen. Da hat­te Opas Freund Wil­helm al­so doch im­mer Recht? „Über den Tod des Füh­rers ha­be ich mich nicht ge­f­reut.“ Doch die­se Dis­kus­si­on er­scheint mir mehr als un­se­lig....
 
Hei­li­ger Bimbam...ein Wun­der wenn man hier noch durch­blickt.


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