27.04.2011 von Sven Ste­phan

Tex­ter ge­sucht?

Zum Glück fin­det man mich ja nicht so gut!

Ich ge­be es un­gern zu. Aber es kommt nicht im­mer Gu­tes da­bei her­aus, wenn ich et­was in mei­nen Rech­ner tip­pe. Wie erst kürz­lich als ich  - frisch in­spi­riert von ei­nem in­ter­es­san­ten Bench­mar­king-Pro­jekt für ei­nen Kun­den - bei Goog­le neu­gie­rig die Be­grif­fe „Tex­ter ge­such­t“ ein­tipp­te. Das Er­geb­nis? Na ja - es fühl­te sich an wie ein Blitz-Schock. In nur we­ni­gen Se­kun­den lief es mir ab­wech­selnd heiss und kalt über Stirn, Kopf und Na­cken. „Al­ter Kn­a­be. Was geht denn hier ab?“ flüs­ter­te ich über mei­ner Ta­s­ta­tur. Mein Puls ras­te und ein leich­ter Brech­reiz ver­lang­te kurz­zei­tig mein gan­zes Ver­drän­gungs­ta­lent. Tex­ter-Bör­sen. Tex­ter-Platt­for­men. Tex­ter-Bro­ker. Und übe­rall so selt­sam ab­ge­klär­te Tex­ter-Ge­su­che und -An­ge­bo­te ganz im Sti­le von...„Fi­cken für´n Eu­ro?“. Text als Heim­ar­beit? Sch­rei­ben nach Vor­la­gen? Die Text-Fla­t­ra­te oder 0,006 Cents pro Wort? Und das al­les lief hier un­ter Tex­ten? Pein­lich - nein er­schüt­ternd. Und zwi­schen­drin ein­zel­ne Ho­me­pa­ges von pro­fes­sio­nel­le­ren Tex­ter-Kol­le­gen, die es rich­tig drauf hat­ten: mit 3, 5, 7 oder 10  gol­de­nen, klas­si­schen, selbst ent­deck­ten oder kom­for­ta­bel ab­ge­schrie­be­nen Er­folgs­re­geln für ge­winn­brin­gen­de Wer­be­tex­te.  

Je wei­ter und tie­fer ich ich dann im Goog­le-Ran­king her­um­stöb­er­te um so glück­li­cher wur­de ich, fal­te­te sch­ließ­lich die Hän­de und be­dank­te mich beim Such­ma­schi­nen-Gott für sein of­fen­sicht­li­ches Des­in­ter­es­se an mei­ner Ho­me­pa­ge.

„Nimm ja Dei­ne be­gab­ten SEO-Grif­fel von mei­ner Sei­te“, raunz­te ich dann auch gleich mei­nen Pro­gram­mie­rer am Te­le­fon an. „Du glaubst ja gar nicht wie froh ich bin, dass mich kei­ner hier fin­det. Das muss so blei­ben. Lass uns bit­te so­fort al­le Key­words än­dern.“

Ge­sagt ge­tan und nun ge­hö­re ich wohl zu den we­ni­gen Ho­me­pa­ge-Be­t­rei­bern, die froh sind, dass man sie nicht fin­det. Mir fal­len da an­sosn­ten lei­der nur noch di­ver­se kri­mi­nel­le Con­tent-An­bie­ter an. Was soll´s. Haupt­sa­che ich blei­be un­sicht­bar bei der Goog­le & Co. Su­che nach ei­nem Tex­ter. Denn wer bit­te sucht schon so­was: “Wert­vol­ler Tex­ter für wert­vol­le Kun­den. Tex­te mit viel „sen­se“ pro Sei­te und oh­ne Cents pro Wort. Star­kes Tex­ter-Hirn mit kon­zep­tio­nel­ler Denk­kraft? Ihr krea­ti­ver Be­ra­ter für an­spruchs­vol­le Mar­ke­ting­kom­mu­ni­ka­ti­on. Herz­blut-Wer­ber mit erst­klas­si­gen Le­ber­wer­ten und trotz­dem gu­ter Sch­rei­be. Ho­he Tex­ter-Kunst zu Höchst­p­rei­sen. Oder - Erst die Idee dann der Text.“
 
Warum das Ganz? Ganz ein­fach - da­mit Sie jetzt wis­sen, wie Sie mich mal fin­den kön­nen.
Herz­lichst. Ihr Sven Ste­phan.



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